Zukunft der frühkindlichen Bildung in Berlin: Outlaw und Berliner Kitabündnis begrüßen Gesprächsangebot der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch
Am 14. Oktober 2024 machte Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch im RBB-Inforadio ein klares Angebot: Sie lud die Akteur:innen der frühkindlichen Bildung zu Gesprächen ein, um gemeinsam Lösungen für die Überlastung in den Berliner Kitas zu finden. Im Fokus stehen dabei der Fachkräftemangel und die belastenden Arbeitsbedingungen der Erzieher:innen, wobei die demografische Entwicklung eine gewisse Entlastung verspricht.
Günther-Wünsch erklärte, dass die sinkende Zahl von Kindern im Alter von 1 bis 3 Jahren der herausfordernden Situation in den Kitas entgegenwirken könnte. Die frei werdenden Kapazitäten könnten genutzt werden, um den Betreuungsschlüssel zu verbessern und das Personal effizienter auf die Einrichtungen zu verteilen. „Wir schicken niemanden aus dem Job, sondern halten alle unsere gut qualifizierten Erzieherinnen und Erzieher im System“, erläutert sie. Gleichzeitig stellte sie jedoch klar, dass dieser Prozess angesichts des Fachkräftemangels nicht kurzfristig umzusetzen sei (vgl. Süddeutsche Zeitung, 14.10.2024).
Statement des Berliner Kitabündnisses
Das Berliner Kitabündnis, ein Zusammenschluss von Akteur:innen der Berliner Kitalandschaft – darunter auch Outlaw – sieht das Gesprächsangebot als einen wichtigen Impuls zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Berliner Kitas. In der Stellungnahme vom 14. Oktober 2024 heißt es: „Mit großem Interesse haben wir das Statement der Senatorin zur Fachkräfteentwicklung zur Kenntnis genommen und begrüßen es ausdrücklich. Die demografische Entwicklung bietet eine Chance, sich dem von der Wissenschaft empfohlenen Betreuungsschlüssel anzunähern.“ Das Berliner Kitabündnis betont dabei seine Bereitschaft, diesen Prozess aktiv mit konstruktiven Vorschlägen zu begleiten, um die Qualität der frühkindlichen Bildung in Berlin weiter zu verbessern.
Hier geht es zur ausführlichen Mittelung des Berliner Kitabündnisses: Stellungnahme des Kitabündnisses zum Statement der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, zur Verbesserung des Kita-Betreuungsschlüssels.
Outlaw steht hinter dem Statement des Berliner Kitabündnisses
Als aktives Mitglied des Bündnisses unterstützt auch Outlaw das Gesprächsangebot der Senatorin. Christine Huinink, Gesamtleitung von Outlaw in Berlin, erklärt: „Wir stehen voll und ganz hinter dem Statement des Kitabündnisses. Das Gesprächsangebot der Senatorin ist ein bedeutendes und wertschätzendes Signal, um die drängenden Herausforderungen in den Kitas anzugehen.“ Sie betont weiter: „Unsere Fachkräfte benötigen mehr Anerkennung von Seiten der Politik und die Rahmenbedingungen müssen dringend verbessert werden.“ Outlaw ist bereit, diesen Prozess gemeinsam im Berliner Kitabündnis tatkräftig zu begleiten. Ein starker Betreuungsschlüssel und bessere Arbeitsbedingungen sind unverzichtbar für die Qualität der frühkindlichen Bildung in Berlin.
Hintergrund zum Berliner Kitabündnis
Das Berliner Kitabündnis vereint seit 2007 Eltern, Kitaträger, Kitas, Gewerkschaften, Verbände und die pädagogische Wissenschaft, um sich gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen in Berliner Kitas einzusetzen. Die drei zentralen Forderungen des Bündnisses sind:
1. Zeit für Kinder: Ein verbesserter Betreuungsschlüssel nach wissenschaftlichen Empfehlungen (1:3 in der Krippe, 1:7,5 im Kindergarten).
2. Gute Kitaplätze für Berlin: Ausreichende Mittel für den Ausbau und die Sanierung der Kitas, um einen einfachen Zugang und das Wahlrecht der Eltern sicherzustellen.
3. Zeit für Dialog: 23 Prozent der Arbeitszeit für mittelbare pädagogische Arbeit wie den Austausch mit Eltern und Teams sowie Kooperationen im Kiez.
Mehr Informationen zum Berliner Kitabündnis: https://www.berliner-kitabuendnis.de/
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