Warum mehr Männer in sozialen Berufen benötigt werden: Outlaw beteiligt sich an Kampagne „Was für Männer“
Soziale Berufe sind vielseitig, erfüllend und anspruchsvoll. Ob als pädagogische Fachkraft, Altenpfleger:in oder Heilerziehungspfleger:in – die Arbeit in diesen Bereichen bietet nicht nur Abwechslung, sondern auch eine sinnstiftende Tätigkeit. Über 60 Prozent der jungen Männer zeigen Interesse an einem Job im sozialen Sektor, doch leider halten hartnäckige Vorurteile viele davon ab, diesen Weg tatsächlich einzuschlagen. Mit der Kampagne „Was für Männer“, organisiert vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, soll mit diesen stereotypischen Klischees nun endlich gebrochen werden. Auch Outlaw sowie die Vereine Movere und VKM Hamm beteiligen sich als Partner an der Kampagne.
Warum mehr Männer im sozialen Bereich gebraucht werden
Jan, Johnny und Marius sind drei Männer, die sich für soziale Berufe entschieden haben, tagtäglich Menschen unterstützen, die Hilfe benötigen und sich nun im Rahmen der Kampagne zu Wort melden. Jeder von ihnen hat eine einzigartige Geschichte und einen unterschiedlichen Weg in diesen Beruf gefunden.
Jan arbeitet mit Kindern, Johnny mit Jugendlichen und Marius mit Erwachsenen. Diese drei Männer zeigen, dass der soziale Sektor nicht nur vielfältig, sondern auch für Männer attraktiv und erfüllend ist. Johnny ist studierter Sozialarbeiter und arbeitet bei Outlaw als Teamleiter in der Inobhutnahme in Hamm. „In der Inobhutnahme geht es in erster Linie um Schutz und kurzfristige und direkte Hilfen für Kinder und Jugendliche. Im Rahmen meiner Arbeit bin ich oftmals mit verschiedenen Schicksalen konfrontiert – umso wichtiger ist es, Sensibilität, Empathie und Geduld mitzubringen. Ich freue mich darüber, im Rahmen dieser Kampagne auf dieses Arbeitsfeld aufmerksam zu machen.“
Obwohl viele junge Männer Interesse an sozialen Berufen haben, entscheiden sich nur wenige für eine Ausbildung in diesem Bereich. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Fehlen männlicher Vorbilder, die Einblicke in den Alltag und die Möglichkeiten in sozialen Berufen geben können. Ohne diese Vorbilder entscheiden sich viele lieber für Berufe, in denen Männer bereits zahlreich vertreten sind. Das ist bedauerlich, denn der soziale Sektor bietet zahlreiche Karrierechancen, eine erfüllende Berufslaufbahn und einen abwechslungsreichen Alltag.
„Es ist wichtig, dass wir in den sozialen Arbeitsfeldern eine große Diversität abdecken, damit die Kinder und Jugendlichen direkte Rollenmodelle haben und sich uns anvertrauen“, erklärt Johnny und ergänzt: „Wir führen auch Gespräche, die Klienten vielleicht nicht mit einer weiblichen Kollegin führen möchten. Da bin ich dann gefragt.“
Eins steht fest: Es braucht mehr Männer im sozialen Bereich, um die Vielfalt und Qualität der Betreuung und Unterstützung weiter zu erhöhen. Zudem zeigen Beispiele wie Jan, Johnny und Marius, dass Männer in sozialen Berufen nicht nur willkommen, sondern auch dringend benötigt werden.
Es ist an der Zeit, die alten Klischees über Bord zu werfen und jungen Männern die Möglichkeiten und Chancen im sozialen Sektor aufzuzeigen.
Wir haben dein Interesse geweckt?
Lass dich von den Geschichten von Jan, Johnny und Marius inspirieren und überlege, ob ein sozialer Beruf nicht auch für dich eine spannende und erfüllende Option sein könnte. Der soziale Sektor wartet auf dich – mach den ersten Schritt und werde Teil einer sinnstiftenden und abwechslungsreichen Berufswelt! Weitere Informationen zum Berufseinstieg, Praktika oder zu allen Themen rund um Ausbildung, Studium und Überbrückungshilfen, findest du auf der Kampagnen-Website.
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