Spielmobilkongress 2025: Offene Kinder- und Jugendarbeit ist kein „Nice-to-have“, sondern unverzichtbar

Vom 22. – 25. Oktober 2025 wurde Chemnitz als diesjährige Kulturhauptstadt für einige Tage zum lebendigen Treffpunkt der mobilen Spielkultur. Beim 53. Internationalen Spielmobilkongress trafen Spielmobil-Vertreter:innen aus ganz Deutschland sowie aus der Schweiz, Luxemburg, Österreich und sogar aus Japan zusammen. Die Besucher:innen diskutierten aktuelle Themen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, tauschten Erfahrungen aus, vernetzten sich untereinander und nahmen viele neue Ideen für ihre tägliche Praxis mit. Mitten im Geschehen: Unsere Kolleg:innen Christoph Litzki, Silvana Zühlke und Niklas Schmitz aus dem Spielmobil Wirbelwind Dresden.

Die Vorbereitungen für den Kongress begannen vor über zwei Jahren. Unter der Leitung der Kindervereinigung Sachsen e. V. arbeiteten das Spielmobil Chemnitz, das Spielmobil Leipzig und wir vom Spielmobil Wirbelwind Dresden eng zusammen. Vom Motto „Spielen ohne Grenzen“ über Planungstreffen und Workshop-Organisation bis zur Durchführung des Kongresses war viel Engagement gefragt. Bereits ab dem 21. Oktober war unser Team vor Ort, um Aufbau, letzte Vorbereitungen und Abstimmungen zu übernehmen.

Der offizielle Auftakt fand am Mittwochabend mit der Begrüßung durch den Präsidenten des Sächsischen Landtags, Alexander Dierks, sowie den Bundesvorstand von Spielmobile e. V. statt. Dabei wurde die Relevanz der mobilen Kinder- und Jugendarbeit noch einmal deutlich hervorgehoben. Auch im Nachbericht der Kindervereinigung Sachsen betonte Alexander Dierks deren Bedeutung eindrücklich: „Es zeigt, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit und insbesondere die mobile Kinder- und Jugendarbeit kein ‚Nice to have‘ ist, sondern ein ganz, ganz wichtiger Bestandteil im Leben von Kindern und Jugendlichen.“

In den folgenden Tagen traten die Besucher:innen in den fachlichen Austausch, gewannen Einblicke aus der Wissenschaft und erprobten gemeinsam ganz neue Ansätze. Ein Beispiel war die Frage nach neuen Möglichkeiten durch die Nutzung von KI in der offenen Arbeit.  Am Donnerstag fanden neben einem Barcamp mit unterschiedlichen Thementischen auch Fachvorträge statt, unter anderem von Klaus Hurrelmann mit Einblicken in die aktuelle Shell Jugendstudie.

Freitag und Samstag stand das Spiel im Fokus. Ein Spielemarkt und zahlreiche Workshops luden dazu ein, neue Methoden kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Unter anderem leiteten unsere Kolleg:innen  Silvana Zühlke und Niklas Schmitz den Workshop „Spiele selbst entwickeln und gestalten“. Den Abschluss bildete am Sonntag das große Spielstraßenfest, das wetterbedingt nach drinnen verlegt werden musste. Der Spaß kam dennoch nicht zu kurz: Mit Trommeln, Balancieren, Singen, Tanzen, Bewegung und freiem Spiel mit unterschiedlichsten Materialien war für vielfältige Aktivitäten gesorgt.

Deutlich wurde dabei immer wieder: Kinder und Jugendliche sind mündige Mitbürger:innen, die eigene Ideen haben und Räume brauchen, um Gesellschaft mitzugestalten. Spielmobilarbeit schafft genau diese offenen, niedrigschwelligen Räume; ganz im Sinne der Kinderrechte. Auch für uns war der Kongress eine große Bereicherung. Unser Kollege Christoph Litzki beschreibt: „Das sind neue Ideen, neuer Input, neue Energie fürs Spielmobil. Das pusht richtig.“

Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, wie bunt, lebendig und vielfältig diese Tage in Chemnitz waren, kann sich im folgenden Video selbst ein Bild machen. Das Video wurde von der Kindervereinigung Sachsen veröffentlicht.

Kleiner Tipp: Bei ca. 3:50 Minuten und 6:20 Minuten ist unser Kollege Christoph Litzki selbst am Mikrofon zu sehen.

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