Selbstbestimmt begleiten: Christoph Schulze über seine Arbeit mit jungen Erwachsenen
Feierabend. Christoph kommt gerade nach Hause, als eine Nachricht aufs Handy kommt: Eine Klientin braucht dringend Geld – sie hat nichts mehr. Das Budget liegt im Büro, eine schnelle Lösung gibt es nicht. Doch für Christoph ist klar: Wegsehen ist keine Option.
Solche Momente gehören zu seinem Berufsalltag. Als Sozialpädagoge im Team Hilfen zur Erziehung Rathenaustraße begleitet Christoph Schulze junge Erwachsene im Verselbstständigungswohnen. Die Jugendlichen, mit denen er arbeitet, kommen meist aus Wohngruppen oder Adoptionskontexten. Jetzt stehen sie vor der Herausforderung, Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen – mit allem, was dazugehört.
Letzter Schritt – große Verantwortung
Christoph ist dabei an ihrer Seite: als Begleiter, Gesprächspartner, Impulsgeber – und manchmal auch als Gegenüber in Konflikten. In seiner Arbeit gehen sie den letzten Schritt in Richtung Eigenständigkeit. Seine Motivation zieht Christoph aus einer klaren Haltung: „Ich will etwas ermöglichen und die Welt der Jugendlichen damit vielleicht ein kleines bisschen besser machen.“
Kommunikation als Schlüssel – und Herausforderung
In der täglichen Arbeit trifft Christoph auf viele Herausforderungen: strukturelle Hindernisse ebenso wie fehlende Mitwirkungsbereitschaft oder kommunikative Barrieren. Gerade der Umgang mit Konflikten und der Aufbau tragfähiger Beziehungen erfordern Feingefühl, Klarheit und Geduld. „Herausforderungen gibt es viele – wichtig ist, dranzubleiben“, betont er.
In unserem Instagram-Video zeigt euch Christoph wie das in der Praxis aussehen kann:
Vertrauen, Freiraum und flache Hierarchien
Was Christoph an Outlaw besonders schätzt, ist das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird – und der Gestaltungsspielraum, den er in seiner Arbeit erlebt: „Outlaw ist für mich der perfekte Arbeitgeber, weil er mir die Freiheit lässt, meine Arbeit selbstbestimmt zu gestalten, durch flache Hierarchien punktet und ich mich dadurch ernst genommen fühle.“