Neues Gruppenjahr, neue Möglichkeiten! Halboffenes Konzept in der Kita Mittelbruchzeile

"Manche essen spät und manche früh", verrät ein Ü3-Junge der Outlaw-Kita Mittelbruchzeile und meint damit die Kinder der gelben Abteilung. Denn zum neuen Kita-Jahr wurde sie umgestaltet – jetzt ist es möglich dort die Kinder in einem halboffenen Konzept zu betreuen. "Dadurch, dass die U3-Kinder zu der anderen U3-Gruppe in die blaue Abteilung gezogen sind, betreuen wir die Drei- bis Sechsjährigen", erzählt Sabine Franz, Facherzieherin für Integration und führt weiter aus: "Das bietet uns die Möglichkeit, den Kindern mehr Selbständigkeit mit noch mehr Partizipation zu ermöglichen, andere stabile Kontakte zu knüpfen und die Materialien in allen Zimmern zu erfassen. Die zwei Gruppen haben nun fünf große Räume zur Verfügung, davon jeweils ein eigenes Bezugszimmer. In der Zeit von 6 bis 9.30 Uhr und nach dem Mittagessen gilt freie Raumwahl für die Kinder."

In jedem Zimmer wurden die Materialien sortiert, aussortiert oder in den einzelnen Zimmern zusammengelegt. In einem Raum wird gepuzzelt, gespielt und Rollenspiele durchgeführt. In einem anderen gibt es eine Hochebene mit einer Küchenzeile, die ebenfalls zum Rollenspiel anregt. Im Bauzimmer wird experimentiert, gebaut und in einer Höhle gespielt. Mittags ruht hier auch ein Teil der U3 Kinder. Die Freifläche, in der Mitte der Räume, wurde umstrukturiert und mit neuen Materialien bestückt. Hier befindet sich ein Kinderbüro, ein Bällebad, viel Platz zum Bewegen und ein Haus zum Verstecken oder Kuscheln. Der Mittelraum hat eine geteilte Funktion: kreatives Angebot und Essensbereich. Das Frühstücksbuffet ist von 8.00 bis 9.30 Uhr und das Mittagessen von 12 bis 13.30 Uhr. Die Kinder, die Mittagsruhe halten, essen um 12 Uhr, die anderen können frei wählen. "Wir fördern mit diesem halboffenen Konzept das Selbstbewusstsein der Kinder, denn sie nehmen direkten Einfluss auf die Gestaltung des Tages und werden ermutigt, Entscheidungen zu treffen. Bis jetzt klappt das ganz gut, aber natürlich ist es auch eine große Umgewöhnung für alle und manche Kinder vermissen die jüngeren Kinder", sagt Sabine Franz.

Ende September interviewten die Erzieher:innen die Dreieinhalb- bis Fünfjährigen und stellten ihnen folgende Fragen: Was ist verändert in der Abteilung? Was gefällt Euch? Was gefällt Euch nicht? Was möchtet Ihr ändern? Ihre Antworten protokollierten sie und sind folgend aufgelistet.

Junge: Laura ist jetzt in der blauen Abteilung. (U3 Kind) / Und das da drüben ist unser Bauzimmer. / Das wir einen Zettel haben und die Kinder fragen, ob sie in der ersten oder zweiten Gruppe essen. Es ist in Ordnung. Was möchtest Du anders? Das wir wieder so essen wie vorher.
Junge: Das hier ist anders, die Mikado Stäbe, das mit den Anziehsachen (Schautafeln). Der Schrank steht woanders. Der Kaufladen war gut. Finde ich gut.
Mädchen: Diesen weißen Tisch war nicht im Mittelzimmer. Ich das gut.
Junge: Kaufladen/ Nicht so gut. Von der blauen Abteilung.
Junge: Ich mag nicht die Babys (Puppenbabys)
Mädchen: Die Kinder sollen fragen, ob sie in der blauen Abteilung spielen können. Die Kinder fragen, ob sie ein Kind zum Spielen auf der Hochebene holen können. Gut, ich spiel mit Kaja. Gehe morgen zu Kaja.
Mädchen: Vorher war ein großer Schrank und jetzt ist ein kleiner da. Manche Leute müssen fragen bei die Spiele. Die Kaufmannsladensachen muss man fragen. Das ist ganz gut. Gefällt mir ganz gut.
Mädchen: Den Essen. Im Mittelzimmer. Die Zimmer, umgeräumt. Fiona ist in der blauen Abteilung.
Junge:Gut, Gruppe, Spielzeug, Bauzimmer
Junge: Das wir die Zimmer getauscht haben. Die Spiele von Simone sind bei Alina im Zimmer. Kleine Lego von Alina bei uns im Zimmer. Manch essen spät und manche früh. Den Kaufladen haben wir gebastelt. Alles, ist alles wunderbar.

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