Neue Wege für Führungskräfte der HzE Leipzig: Klausurtag im Auwald

Statt einer Klausur im gewohnten Besprechungsraum entschied sich das Leitungsteam der Hilfen zur Erziehung (HzE) an unserem Standort Leipzig dieses Jahr bewusst für ein anderes Format. Ziel war es durch den Abstand vom Alltag neue Perspektiven einzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen, ohne die üblichen Rahmenbedingungen eines klassischen Meetings.

„Wir wollten raus aus dem gewohnten Setting und uns als Team in Bewegung bringen“, beschreibt Anne-Katrin Thierschmidt, Fachbereichsleitung HzE Leipzig und erzählt: „Seit zwei Jahren wächst unser Kreis aus Teamleitungen, stellvertretenden Leitungen und Fachgebietsleitungen kontinuierlich zusammen. Und genau deshalb entstand der Wunsch, einmal anders miteinander Zeit zu verbringen. Nicht zwischen Flipcharts, sondern in der Natur. Nicht am Tisch, sondern im Gehen. Und nicht mit einer voll getakteten Agenda, sondern mit Raum für das, was sich zeigt.“

Die Einladung brachte das Ziel bereits treffend auf den Punkt: „Der Fokus liegt nicht auf einem Ziel, sondern darauf, gemeinsam unterwegs zu sein: im Gespräch, im Prozess, im Austausch. Und manchmal auch einfach mal stehen zu bleiben.“

Vom gemeinsamen Spaziergang zu neuen Perspektiven

Treffpunkt war die Galopprennbahn im Scheibenholz, von wo aus die Gruppe ohne feste Route in Richtung Wildpark startete. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, wie unkompliziert Gespräche im Gehen entstehen. Ob in kleinen Gruppen oder im Austausch zu zweit.  

Eine angeleitete Sinnesübung aus dem Waldbaden sorgte auf der Strecke für bewusstes Innehalten. Die Teilnehmenden nahmen ihre Umgebung achtsam wahr. „Dieser Moment hat uns sehr geerdet. Es war beeindruckend, zu beobachten wie wir runtergekommen sind und uns auf den weiteren Prozess einlassen konnten, nachdem wir eine kurze Zeit mit allen Sinnen die Natur wahrgenommen haben“, sagt Tina Kneist, Fachbereichsleitung HzE Leipzig.

Ein zentrales Element war das Erarbeiten eines Jahresbildes oder -weges.
Teambezogen wurde das letzte Jahr reflektiert, indem die Teamleitungen zusammensuchten, was exemplarisch für die Arbeit des Teams oder die eigene Rolle als Leitung steht. Es ging um Erfolge, Herausforderungen, Krisen und neue Entwicklungen.  Die Auswahl reichte von Wurzeln über Schlamm bis hin zu einem kleinen Lagerfeuer-Modell aus Zweigen und bunten Blättern. „Bei der Vorstellung dieser Bilder und Wege wurde spürbar, wie unterschiedlich die Teams arbeiten, welche Herausforderungen sie meistern und wie viel Professionalität, Kreativität und Pragmatismus in der täglichen Leitungspraxis steckt.
Es wurde nachgefragt, gestaunt, bestärkt und ein Wort fiel besonders oft: Respekt!“ beschreibt Anne-Katrin Thierschmidt.

Gegen Mittag erreichten die Kolleg:innen dann das Glashaus, das die Gruppe bewusst als angenehmen Ruhepunkt wählte. Dort nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, bei einem warmen Mittagessen neue Energie zu tanken und den Austausch in zu vertiefen.

In der anschließenden Abschlussrunde setzten kurze Visionsimpulse den Schlusspunkt des Tages: Was nehme ich aus dem Tag mit? Welche Bedarfe ergeben sich für den Arbeitsalltag? Welche neuen Ideen zeichnen sich bereits ab?

Der Tag brachte neue Erkenntnisse und stärkte das Miteinander sichtbar. „Ein großes Dankeschön an alle fürs Mitkommen, Mitdenken, Mitreden und dafür, dass ihr euch auf ein Format eingelassen habt, das anders war als sonst. Und Dankeschön für eure tolle Arbeit, auf die wir heute auf natürlich schöne Weise schauen konnten. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte!“ betont Anne-Katrin Thierschmidt abschließend.

 

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