„Nachbarsprache von Anfang an!“: Kids der Kita Hechtstraße Dresden lernen spielerisch Tschechisch

Sprache im Alltag spielerisch lernen: Die Kinder der Kita Hechtstraße in Dresden lernen dank des INTERREG-Projekts „Nachbarsprache von Anfang an!“ ihre Nachbarsprache Tschechisch. Sie tauchen dabei auch in die Kultur und Traditionen des Landes ein und begegnen der tschechischen Sprache mit ersten persönlichen Erlebnissen. Genau darauf setzt das Projekt der sächsisch-tschechischen Euroregion Elbe/Labe, das vor allem Kita-Kinder auf unkomplizierte Art und Weise mit der Sprache des Nachbarlandes in Kontakt bringen will.

Die Kita Hechtstraße hat bereits in der Vergangenheit an verschiedenen Projekten zur tschechischen Sprache und zur deutsch-tschechischen Zusammenarbeit teilgenommen. „Wir wollten auch weiterhin etwas zum Tschechischen machen – und so kam es zur Teilnahme an diesem Projekt“, erklärt Petra Zachová, Sprachfachkraft der Kita Hechtstraße, die das Projekt in der Einrichtung begleitet. Als eine von 100 Kitas in Sachsen schnuppert die Dresdner Einrichtung nun in diese besondere Art der Sprachvermittlung hinein.

Das Projekt läuft noch bis Ende 2026 und findet in Kooperation mit der Euroregion Elbe/Labe statt.

Sprachanimationen und Sprachbäder

Für einen ersten Kontakt mit der Nachbarsprache bieten sich Sprachanimationen an. „Dafür besuchte uns Sprachanimateurin Tereza Bláhová vom Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem“, erklärt Petra Zachová und beschreibt: „Bei der Sprachanimation lernen die Kinder die Fremdsprache auf spielerische Weise kennen, indem sie sie direkt und aktiv benutzen. So wird ihr Interesse an der Sprache geweckt.“

Insgesamt besuchte Tereza die Kita fünfmal – dabei jedes Mal in einer anderen Gruppe – und brachte den Kindern ihr vorbereitetes Sprachangebot näher. „Am Anfang beobachteten die Kids das Geschehen neugierig, doch nach einer Weile machten sie aktiv mit“, freut sich Petra, die natürlich immer dabei war.

Tereza erzählte während ihrer Besuche Geschichten mit Bildern auf Tschechisch, woraufhin verschiedene Spiele und Aktivitäten folgten. Danach gab es kreative Aufgaben für die Kita-Gruppen. „Unsere kleinen Sprachtalente stellten unter anderem Saatbomben her oder gestalteten Kärtchen mit Frühlingsmotiven. Sie lernten so spielerisch nebenbei und mit viel Spaß und Neugier verschiedene Themen auf Tschechisch kennen: von Farben und Formen bis hin zu Tieren und dem Frühling“, berichtet Petra.

Mit „Shadowing“ und „Sprachbädern“ den Kita-Alltag benennen

Nach der Sprachanimation blieb Tereza bis mittags in der Kita und machte ein sogenanntes „Shadowing“. Dabei nahm sie am normalen Tagesablauf mit den Erzieher:innen teil, beobachtete genau und zeigte den Kindern tschechische Wörter für die passenden Situationen – beim Essen, Umziehen oder Händewaschen. So lernten die Kinder ganz nebenbei einige tschechische Wörter für den Alltag.

Das Projekt geht im September mit sogenannten „Sprachbädern“ weiter, dem wichtigsten Bestandteil des Projektes. Dafür kommt jeden Dienstag eine Sprachbegleitung der Euroregion Elbe/Labe in die Kita Hechtstraße und gestaltet am Vormittag den Kita-Alltag mit.

„Die Sprachbegleitung wird ausschließlich Tschechisch sprechen, denn so schnappen die Kinder sehr schnell Worte in der Fremdsprache auf und beginnen diese mit der Zeit zu verwenden“, beschreibt Petra das „Sprachbad“. „Wir fangen im September damit an“, ergänzt sie.

Mehr Informationen zum Projekt findet ihr auf der Homepage des Euroregion Elbe/Labe: https://www.elbelabe.eu/projekte/nachbarsprache-von-anfang-an/

 

Das Projekt "Nachbarsprache von Anfang an!" wird aus dem Kooperationsprogramm INTERREG Sachsen-Tschechien 2021-2027 mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage: Nachbarsprache von Anfang an! | Euroregion Elbe/Labe.

 

         

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