Modellprojekt Integration: FANport Münster trägt mit vielfältigen Angeboten zum Gelingen bei

Seit Oktober 2024 beteiligen sich zahlreiche regionale Organisationen in einem gemeinsamen integrativen Modellprojekt, das neue Wege in der Unterstützung geflüchteter Menschen geht. Dabei bringen sich verschiedene Institutionen aus Münster und Umgebung mit innovativen Teilprojekten aktiv ein – mit dem Ziel, bestehende Angebote nicht nur auszubauen, sondern auch durch berufs- und integrationsvorbereitende Maßnahmen gezielt zu ergänzen. 

Ein Jahr nach dem Start zieht das Modellprojekt Integration eine positive Bilanz, denn: Es bringt Menschen zusammen, schafft Lernräume und stärkt den Zusammenhalt. So wird Integration nicht nur gedacht, sondern im Alltag erfahrbar. Hier geht's zur Zwischenbilanz der Bezirksregierung Münster.

Bereits Anfang Juli trafen sich die Projektpartner:innen in den Räumen der Bezirksregierung Münster zu einem Strategieworkshop. Ziel war es, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen, die Zusammenarbeit zu vertiefen und die nächsten Schritte zu planen. 

Dazu zählt auch der FANport Münster, Outlaws sozialpädagogisches Fanprojekt, der im Rahmen des Modellprojektes verschiedene Integrations- und Sportangebote für junge Geflüchtete im Alter von 10 bis 17 Jahren umsetzt. Ziel ist es, Orientierung zu bieten, das soziale Miteinander zu stärken und Vertrauen aufzubauen. Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartner:innen wurde ein pädagogisches Konzept entwickelt, das nicht nur Bewegung und Gemeinschaft fördert, sondern vor allem dabei hilft, in der neuen Umgebung anzukommen, erste Kontakte zu knüpfen und eine willkommene Abwechslung zum Alltag in den Unterkünften zu schaffen.

Von Fußballspielen bis Trampolinspringen
Seit Herbst letzten Jahres findet im Rahmen des Modellprojektes ein wöchentliches Fußballangebot in der Soccer-Halle Rummenigge statt. Das Angebot baut auf einem bereits bestehenden Projekt mit Geflüchteten aus einer Erstaufnahmeeinrichtung in Kooperation mit dem Träger Prokus e.V. auf.

FANport-Leiter Edo Schmidt betont: „Das Angebot wird sehr gut angenommen. Die Erfahrung zeigt, dass es für die Jugendlichen enorm wichtig ist, ihre Einrichtung auch mal verlassen zu können. Die gemeinsame Zeit beim Sport bietet ihnen nicht nur Bewegung und Abwechslung, sondern auch die Chance, durchzuatmen und soziale Kontakte zu stärken.“

Ein weiteres Angebot ist das offene Sportprogramm, das jeden Freitag für die jungen Bewohner:innen der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) stattfindet. Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren nehmen mit viel Freude an Fangspielen, „Abwerfball“, Trampolin sowie Basket- und Fußball teil.

Workshops zur Wertevermittlung und Demokratiebildung
Neben dem Spaßfaktor, der natürlich nicht zu kurz kommt, stehen nicht nur das Erlernen sportlicher Fähigkeiten und die Förderung der Körperwahrnehmung im Mittelpunkt, sondern auch die Vermittlung wichtiger Werte wie Toleranz, Respekt und demokratisches Verständnis. Workshops zur Demokratiebildung und Wertevermittlung in der Tribüne des Preußenstadions in Kooperation mit dem SC Preußen Münster runden das Angebot des FANport ab.

Durch die vielfältigen Aktivitäten können zudem Sprachbarrieren abgebaut und erste Deutschkenntnisse spielerisch vermittelt werden. Mit den Angeboten des FANpor trägt Outlaw einen wichtigen Baustein zum Modellprojekt Integration bei.

Koordiniert wird das Modellprojekt von der Bezirksregierung Münster in enger Zusammenarbeit mit dem Münsteraner Polizeipräsidium. Alle Sportangebote und Workshops werden von Mitarbeiter:innen des FANport Münster und der Zentralen Unterbringungseinrichtung begleitet. Ermöglicht wird dies durch die Förderung von der Landesarbeitsgemeinschaft der NRW-Fanprojekte (LAG), die ein seit 2018 bestehendes Projekt des FANport unter dem Namen „Refugees Welcome! Aktiv ankommen in Münster“ finanziell unterstützen. „Dieses Engagement der Fanprojekte mit Mitteln des Landes NRW gewährleistet eine nachhaltige Integrationsarbeit in verschiedenen Kommunen in NRW. Durch den FANport ist auch Münster angeschlossen“, erklärt der FANport-Leiter.

Weitere Informationen zum Modellprojekt Integration und eine Übersicht aller beteiligten Organisationen, können auf der Website der Bezirksregierung Münster nachgelesen werden.

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