Kunst im öffentlichen Raum: Outlaw-Kita Am Maselakepark zeigt Selbstportraits von Vorschulkids

"Ich würde so gerne auch so ein Bild von mir am Zaun hängen haben!“ sagte ein Vorschulkind der Outlaw-Kita Am Maselakepark und eine großartige Idee war somit geboren. Seit diesem Sommer können die Kita-Kinder und ihre Familien sowie alle vorbeilaufenden Menschen am Kita-Zaun acht großformatige Selbstportraits bewundern. Dank der Förderung durch das Programm „Grün macht Schule – KinderGARTEN“ konnte diese Dauer-Open-Air-Ausstellung verwirklicht werden. Acht Vorschulkinder malten sich mit Hilfe eines Spiegels auf einem großen Blatt Papier. "Altbekanntes neu entdecken – das war ein wichtiger Prozess bei dem Projekt", sagt Kita-Sozialarbeiterin Elisabeth Wiener und führt weiter aus: "Es war spannend zu beobachten, wie die Kinder durch das Betrachten im Spiegel immer mehr Details an sich entdeckten und lieb gewannen."

 

Katrin Herrmann, Projektkoordinatorin bei Grün macht Schule – KinderGARTEN, setzte die Kita mit Gabriele Roßkamp in Verbindung. Die Künstlerin realisiert unter anderem Kunstprojekte im öffentlichen Raum. Nun begleitete sie den ganzen Prozess der Kunstwerke am Kita-Zaun. Sie gab im Vorfeld die Formatgröße durch, digitalisierte die Bilder, druckte sie größer aus und gestaltete für jedes Kunstwerk einen eigenen wetterfesten Rahmen. Hierzu befragte sie die Kinder nach ihren Lieblingsfarben. Bei ihrem Besuch in der Kita zeigte sie den Kindern Fotos von ihren Projekten, erzählte wie Kunst den öffentlichen Raum bereichern und zum Denken anstoßen kann – alles bei 'freiem Eintritt'. "Sie hat sich wirklich sehr viel Zeit für die Kinder genommen und auch Wünsche berücksichtigt. Ein Kind wollte nämlich sein Bild neben dem Bild seiner Schwester haben. Am Ende hat Gabriele Roßkamp das auch möglich gemacht", erzählt Elisabeth Wiener.

Voller Vorfreude wurde der Tag erwartet, an dem die Kunstwerke endlich hängen würden. "Jeden Tag fragten mich die Kinder, jedoch spielte das Wetter nicht wirklich mit. Das Bibbern und Bangen der zukünftigen Schulkinder, dass die Bilder nicht rechtzeitig angebracht werden, war sehr groß", erinnert sich Elisabeth Wiener. Zwei Wochen vor der Sommerschließzeit war es dann endlich soweit! Was für eine Überraschung, als die Bilder an einem Montagmorgen bereits hingen, denn Gabriele Roßkamp hatte sie am Wochenende bei schönen Wetter montiert. 

Elisabeth Wiener zieht ein positives Fazit: "Die Bilder sehen großartig aus! Sie senden eine wichtige Botschaft für die Wahrnehmung und Sichtbarmachung von Kindern als wichtige Akteur:innen der Gesellschaft. Wir bedanken uns sehr für die tolle Zusammenarbeit mit Gabriele Roßkamp und für das Engagement von Katrin Herrmann! Wir hoffen, dass im neuem Jahr wieder die Möglichkeit besteht, dieses Projekt weiterzuführen."

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