Kita-Moratorium in Sachsen: Jetzt erst recht!
Vor wenigen Monaten hat der Sächsische Landtag das Kita-Moratorium einstimmig beschlossen. Koalitions- und fraktionsübergreifend stimmten die Landtagsabgeordneten für Stabilität und Kontinuität im sächsischen Kita-System. Das Kita-Moratorium zieht eine wichtige Haltelinie, sodass gut ausgebildetes, qualifiziertes Personal im System bleiben kann. Damit verbessert sich die Betreuungsrelation automatisch, Kinder erleben individuellere Begleitung und Förderung und die Mitarbeitenden würden nachhaltig entlastet werden.
Dafür setzte sich Outlaw gemeinsam im sachsenweiten Kita-Bündnis „Starke Kitas für starke Kinder“ ein - zahlreiche Pädagog:innen, Familien und Unterstützer:innen demonstrierten vor dem Sächsischen Landtag.
Mit dem aktuellen Haushaltsentwurf betreibt die Staatsregierung nun Augenwischerei. Aus dem Personalschlüssel soll ein Finanzierungsschlüssel werden, durch den Personal flexibler eingesetzt werden kann. Im Detail wirkt die Schlüsselverbesserung von 1:5 auf 1:4,946 rein homöopathisch. Junge und gut ausgebildete Fachkräfte werden auch weiterhin das System verlassen – westdeutsche Bundesländer mit ihrer Fachkräftelücke werden es dem Freistaat danken!
Anfang Mai ruft das sachsenweite Kita-Bündnis „Starke Kitas für starke Kinder“ zu verschiedenen Aktionen auf. Geplant ist am 5. Mai ein kommunaler Aktionstag. In vielen sächsischen Städten und Gemeinden werden Kindertageseinrichtungen ihre Bürgermeister:innen zu einem Gespräch einladen und kreativ ihren Forderungen Gehör verschaffen. Zudem wird sich das Kita-Bündnis aktiv am 15. Mai an der zentralen Kundgebung der GEW in Dresden beteiligen.
Es ist Zeit für stabile Investitionen in die frühe Bildung – überall in Sachsen. Dafür braucht es das Kita-Moratorium jetzt, um bis zur Hälfte der Wahlperiode das Kita-Gesetz zukunftssicher zu reformieren.
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