Kinder entscheiden mit: Beteiligungsprojekt im Hort der 147. Grundschule in Dresden

Was wünschen sich Kinder eigentlich für ihren Hort? Und wie fühlt es sich an, wenn die eigene Meinung wirklich zählt? Genau das konnten die Kinder im Hort der 147. Grundschule Dresden beim Projekt „Kinderbudget“ erleben. Insgesamt waren 194 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren beteiligt – gemeinsam durften sie darüber entscheiden, wofür ein festgelegter Geldbetrag im Hort ausgegeben wird. Dabei ging es nicht nur um neue Sachen oder schöne Ausflüge, sondern vor allem um Mitbestimmung – ein wichtiges Thema im Hortalltag.

Zuerst haben die Kids viele Ideen gesammelt: neue Spiele, Materialien, Angebote oder Ausflüge. Jede Klasse wählte zwei Lieblingsideen aus – eine materielle und eine inhaltliche. Außerdem bestimmten die Kinder je zwei Vertreter:innen, die ihre Wünsche in größeren Runden vorstellen durften. 

In mehreren Treffen haben alle gemeinsam die Vorschläge besprochen. Dabei lernten die Kinder, abzuwägen: Was ist machbar? Was eher nicht? Schritt für Schritt sind aus vielen Ideen sechs realistische Vorschläge entstanden, die schließlich zur Wahl standen. Diese wurden für alle sichtbar im Schulhaus ausgehängt, damit sich jedes Kind in Ruhe informieren konnte.

Die große Wahl fand am 5. Februar statt – ganz wie bei den Erwachsenen: mit Wahlzetteln, Wahlkabine und Wählerlisten. 85 Prozent der Kinder haben mitgemacht. Das Kinderbudget orientiert sich an der UN-Kinderrechtskonvention, die festhält, dass Kinder bei Entscheidungen, die sie betreffen, mitreden dürfen. „Für die Kinder im Hort war das nicht nur Theorie, sondern echte Erfahrung: Ihre Ideen wurden gehört, diskutiert und ernst genommen“, betont Sandra Anders, stellvertretende Hortleiterin. 

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