„Gemeinsam gegen Einsam“: Outlaw engagiert sich im Netzwerk Barenburg

Einsamkeit ist kein Randphänomen und betrifft längst nicht nur ältere Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass weltweit etwa jede sechste Person unter Einsamkeit leidet – unabhängig von Alter, Wohnort oder Lebenssituation. Auch im Emder Stadtteil Barenburg ist das Thema spürbar. Um dem entgegenzuwirken, hat sich das Netzwerk Barenburg zusammengeschlossen und die Initiative „Gemeinsam gegen Einsam“ ins Leben gerufen. Outlaw ist Teil dieses Netzwerks und unterstützt die Aktion.

Einsamkeit sichtbar machen – und gemeinsam handeln
Auch in der täglichen Arbeit bei Outlaw wird deutlich, wie stark Einsamkeit Kinder, Jugendliche und Familien belasten kann. Viele Jugendliche ziehen sich zunehmend in virtuelle Welten zurück, andere haben – nicht zuletzt durch die Pandemie – den Zugang zu persönlichen Gesprächen verloren. Kinder, denen direkte Kommunikation schwerfällt, und Familien, die nicht wissen, welche Angebote es in ihrem Stadtteil gibt, sind keine Seltenheit. Cay-Julia Pageler aus dem Standortleitungsteam Emden beschreibt es so: „Manche trauen sich nicht einmal mehr, einen Telefonhörer in die Hand zu nehmen“, und führt weiter aus: „Wir wollen das Problem sichtbar machen und zeigen, dass Betroffene damit nicht allein auf der Welt sind.“ Genau hier setzt die Initiative an: Einsamkeit enttabuisieren, Begegnungen ermöglichen und Hemmschwellen abbauen.

Auftakt der Initiative in den Ambulanten Hilfen zur Erziehung Emden
Der Auftakt fand am 19. Januar 2026 in den Räumen der Ambulanten Hilfen zur Erziehung Emden statt. Zahlreiche Netzwerkpartner:innen  kamen zusammen, stellten ihre Angebote vor und beteiligten sich an einer kreativen Postkarten-Aktion. Bunte Karten und Mutmach-Sticker luden dazu ein, Gedanken aufzuschreiben, Grüße weiterzugeben oder sich selbst eine kleine Ermutigung mitzunehmen. Die Karten können beschriftet, verschickt oder in den beteiligten Einrichtungen ausgelegt werden. Ziel ist es, Gesprächsanlässe zu schaffen und Hemmnisse zu überwinden. Auch im Nachgang dürfen sich Besucher:innen oder Passant:innen Postkarten nehmen und neubeschriftet wieder dranklammern.

  

Viele Ideen für mehr Miteinander im Stadtteil
Beim Auftakttreffen wurden bereits zahlreiche weitere Aktionen gesammelt, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen. Dazu gehören unter anderem:

  • offene, gemeinsame Frühstücke
  • die Anschaffung einer sogenannten „Plauderbank“ als Ort für spontane Gespräche
  • Bewegungsangebote und gemeinsam geplante Spaziergänge
  • Kooperationen zwischen Einrichtungen, z. B. zwischen der Grundschule und einem Altenwohnheim
  • gemeinsames Pflanzen von Blumenzwiebeln, um später Blumensträuße verschenken zu können

Alle Ideen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Begegnung schaffen und soziale Nähe fördern.

Über das Netzwerk
Dem Netzwerk Barenburg gehören derzeit 22 Institutionen an – darunter Kitas, Schulen, Jugendtreffs, eine Senioreneinrichtung, das Frauenhaus, Migrationsberatung, der Kulturbunker und weitere Akteure aus dem Stadtteil. Gemeinsam werden regelmäßig Aktionen wie Kinderfeste, Veranstaltungen zum Orange Day oder Beteiligungen an #emdenmacht umgesetzt. Die Initiative „Gemeinsam gegen Einsam“ ist die jüngste Netzwerk-Aktion und soll 2026 einen besonderen Schwerpunkt bilden. Der Auftakt wurde über den Stadtteilfonds Barenburg finanziert.

Mehr Informationen zum Netzwerk und zu aktuellen Angeboten gibt es hier.

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