Fit für den digitalen Alltag mit dem Medienprojekt „Gemeinsam digital sicher“

Was tun bei Cybermobbing? Wie lassen sich verlässliche Informationsquellen erkennen? Und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz im Alltag?
Digitale Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken – beim Lernen, in der Freizeit oder im Austausch mit anderen. Doch mit den Möglichkeiten wachsen auch die Herausforderungen: Beleidigende Kommentare im Klassenchat, gezielte Falschinformationen in Sozialen Netzwerken oder Bilder, die durch KI manipuliert wurden, begegnen vielen schon im jungen Alter. Deshalb ist es wichtig, digitale Inhalte nicht nur zu konsumieren, sondern auch kritisch zu hinterfragen und einen reflektierten Umgang damit zu erlernen.

Interaktive Workshops an Schulen
Genau an diesem Punkt setzt das Medienprojekt „Gemeinsam digital sicher“ an. Im Mittelpunkt steht dabei ein besonderes Veranstaltungsformat: der Workshop-Tag für Schüler:innen. An diesem Tag wird der reguläre Schulalltag durch interaktive Formate, soziale Experimente, spielerisches Lernen und reflektierende Einheiten ersetzt – und das direkt vor Ort in den Schulen, gemeinsam mit den Klassen. So entsteht ein abwechslungsreicher und praxisnaher Zugang zu digitalen Themen, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur aktiven Auseinandersetzung anregt. Zahlreiche Kooperationsschulen nutzen das Angebot bereits erfolgreich, um digitale Bildung nachhaltig in den Schulalltag zu integrieren und Schüler:innen auf ihrem Weg in eine zunehmend digitalisierte Welt zu begleiten. Projektleiter Lennard Schmitz zieht eine erste positive Zwischenbilanz:

„Seit dem Start im März dieses Jahres wird das Projekt von vielen Münsteraner Schulen sehr gut angenommen und bekommt durchweg positives Feedback. Das zeigt, dass das Konzept gut ankommt, sich etabliert hat und den Schulen echten Mehrwert bietet. Besonders die praxisnahen Inhalte und interaktiven Formate helfen den Schüler:innen dabei, Medienkompetenz gezielt zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um reines Wissen, sondern um ein echtes Verstehen und aktives Handeln im digitalen Raum. Chancen und Risiken werden gemeinsam beleuchtet – insbesondere auch beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Alltag.“

Über 29 Workshops wurden bereits durchgeführt und mehr als 650 Schüler:innen erreicht. Mittlerweile sind es elf Kooperationsschulen, die das Angebot regelmäßig in Anspruch nehmen.

„Die Nachfrage ist so groß, dass die Workshops mittlerweile fast jede Woche, teils sogar mehrmals pro Woche, stattfinden“, betont Lennard Schmitz und ergänzt: „Die Schüler:innen schätzen vor allem den praktischen Bezug, denn wir beziehen ihr Mediennutzungsverhalten gezielt mit ein, um die Workshops an ihre Erfahrungen und Interessen anzupassen. So lernen sie, Medien selbstbewusst zu nutzen und gleichzeitig kritisch zu hinterfragen.“

Langfristig. Nachhaltig. Wirksam.
Das Medienprojekt „Gemeinsam digital sicher“ setzt auf eine langfristige und nachhaltige Wirkung. Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Impulse zu geben, sondern einen dauerhaften Lernprozess anzustoßen. „Ein einzelner Workshop kann zwar sensibilisieren, doch echte Medienkompetenz entsteht erst durch kontinuierlichen Austausch, Wiederholung und Weiterentwicklung. Themen wie Cybermobbing und Cybergrooming müssen nicht nur bekannt sein – sie müssen verstanden, reflektiert und aktiv bearbeitet werden“, hebt Lennard Schmitz hervor.

Kooperation und Austausch für Fachkräfte
Neben der Arbeit mit Schüler:innen bietet das Medienprojekt auch Kooperationstreffen für Schulsozialarbeiter:innen an. Dieses Netzwerkformat fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zu Internetsicherheit sowie gemeinsames Vorgehen gegen Cybermobbing. So entsteht ein starkes Netzwerk für Prävention und Unterstützung im schulischen Umfeld.

Das Medienprojekt „Gemeinsam digital sicher“ wird durch die LVM Versicherung gefördert.

Zurück