Erster Beteiligungsworkshop zur Klimaanpassung in Emden
Am 3. Dezember 2025 fand der erste Beteiligungsworkshop zur Entwicklung eines Klimaanpassungskonzepts für die Outlaw-Einrichtungen in der Ludwig-Uhland-Straße in Emden statt. Ziel des Workshops war es, gemeinsam mit Mitarbeiter:innen und Bewohner:innen geeignete Maßnahmen zu identifizieren und zu priorisieren, um das Haus besser gegen die Folgen von Hitze und Hochwasser zu wappnen.
Der Workshop begann mit einem entspannten, gemeinsamen Mittagessen, das genutzt wurde, um in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen und die Teilnehmer:innen auf den bevorstehenden Austausch einzustimmen. Besonders erfreulich war die breite Beteiligung: Mitarbeiter:innen aus dem stationären und ambulanten Bereich sowie vier Bewohner:innen nahmen aktiv teil. Diese Mischung unterschiedlicher Perspektiven ermöglichte eine Diskussion, die sowohl die Arbeits- als auch die Lebensrealität im Haus abbildete.
Nach der Begrüßung gab Klimaanpassungsbeauftragte Franziska Fink einen kurzen Überblick über den Projekthintergrund. Sie erläuterte, warum das Haus als „klimatischer Hotspot“ gilt und welche Doppelbelastung durch Hitze und Hochwasser besteht. Zudem stellte sie das Förderprogramm „AnpaSo“ des Bundesumweltministeriums vor, das die Finanzierung eines umfassenden Klimaanpassungskonzepts ermöglicht. Die zentrale Botschaft war, dass die Ergebnisse des Workshops richtungsweisend für die Zukunft des Hauses sind und die Perspektiven der Teilnehmer:innen großen Einfluss auf die weitere Konzeptentwicklung haben.
Aktive Phase: Gemeinsam Lösungen entwickeln
Im Anschluss startete die aktive Phase. Die Teilnehmer:innen arbeiteten in Gruppen an der Bewertung und Priorisierung möglicher Maßnahmen. Grundlage dafür waren vorbereitete Handouts sowie eine eigens entwickelte Klima- und Alltags-Matrix. Die Gruppen beschäftigten sich mit Fragen wie: Welche Auswirkungen hätten die Maßnahmen auf den Alltag und die Arbeit? Welche Ressourcen wären erforderlich? Und würden die Maßnahmen eher kurz- oder langfristige Vorteile bringen?
Zum Abschluss wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt und priorisiert. Die Teilnehmer:innen einigten sich darauf, zunächst Maßnahmen umzusetzen, die schnell und effektiv wirken. Dazu gehören insbesondere die Verbesserung der Verschattung, die Pflege der Vegetation und die technische Ausstattung zur Belüftung.
„Der Workshop war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem klimaangepassten und komfortableren Haus, das sich durch seine Besonderheit als Wohn- wie auch Arbeitsstätte auszeichnet. Die aktive Beteiligung aller Gruppen hat gezeigt, wie groß das Interesse an nachhaltigen Lösungen ist. Die nächsten Schritte umfassen die detaillierte Planung und Umsetzung der priorisierten Maßnahmen“, resümiert Franziska Fink.
Förderung
Unsere Einrichtung entwickelt ab 1.07.2025 bis 30.04.2026 ein „Klimaanpassungskonzept“ mit dem Förderschwerpunkt 1 im AnpaSo. Diese Maßnahme mit dem Az. 67APS1917 wird mit 90 % gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.