Aktionstag in Leipzig: Gemeinsam für gute Kitas
Am 24. September 2025 versammelten sich rund 1.000 Menschen vor dem Leipziger Rathaus, um gegen drohende Kürzungen im Kita- und Hortbereich zu protestieren. Mit dabei: Mitarbeiter:innen von Outlaw und engagierte Familien, die ihre Kinder in Outlaw Kitas betreuen lassen. Zentrales Anliegen der Aktion war die Übergabe einer Unterschriftenliste an die Stadt Leipzig - mit insgesamt rund 10.000 Unterschriften!
Hintergrund sind die angekündigten Einsparungen der Stadt Leipzig und die Kündigung der Finanzierungsvereinbarung mit den freien Trägern zum Jahresende. Die Verhandlungen um eine neue Kitagrundsatzvereinbarung dauern derzeit an. Die Jugendamtsleitung zeigt sich derzeit zuversichtlich, dass sich auf eine neue kommunale Finanzierungsgrundlage bis zum Jahresende geeinigt werden kann.
Viele Einrichtungen setzen die Ungewissheit und mögliche Kürzungen wirtschaftlich unter Druck; ihre Existenz ist bedroht. Echte Investitionen wären notwendig! Die Bildungsbürgermeisterin Vicki Felthaus verweist aufgrund der 3-geteilten Finanzierung auf das Land („Sie stehen vorm falschen Haus“), das Land reagierte bereits im Sommer kleinschrittig auf den Rückgang der Kinderzahlen durch gesetzliche Anpassungen (Kita-Moratorium), die jedoch in der Praxis kaum spürbar sind. Der Stadtrat hatte dem Verwaltungsvorschlag der Erhöhung der Elternbeiträge nicht zugestimmt, diese waren im Haushalt bereits eingepreist. Wenn stattdessen Kürzungen in der Kita-Finanzierung drohen, wird sich dies auf die Familien auswirken.
Mit Plakaten, Trillerpfeifen und klaren Botschaften haben die Teilnehmenden dem Thema politische Sichtbarkeit verschafft – auch direkt in der Wandelhalle des Rathauses, wo die Ratsversammlung tagte. „Die drohenden Kürzungen treffen uns mitten in der pädagogischen Realität. Gute frühkindliche Bildung braucht stabile Rahmenbedingungen – und genau dafür sind wir an diesem Tag gemeinsam mit Familien und Kolleg:innen vor das Rathaus gezogen“, erklärt Nora Schönberg, Pädagogische Leitung Kita Sachsen und Fachbereichsleitung Kitas Leipzig. Sie betont: „Outlaw steht für Qualität, Verlässlichkeit und Beteiligung. Wenn die Finanzierung freier Träger infrage gestellt wird, geht es nicht nur um Zahlen, sondern um die Zukunft unserer Kinder. Ich freue mich über den Zusammenhalt, den wir gezeigt haben – und hoffe, dass unsere Stimmen gehört werden. Möglich war dies nur, weil dieser Aktionstag gemeinsam von den freien Trägern organisiert wurde und geschlossen die Betroffenen, also Mitarbeitende und Familien, sichtbar werden konnten. Ich freue mich, dass die Familien die kurzfristige Aktion so zahlreich unterstützt haben, indem sie ihre Kinder schon mittags abgeholt haben, so dass fast alle Mitarbeitenden die Möglichkeit hatten, sich während der regulären Öffnungszeiten und in ihrer Dienstzeit zu engagieren. “
Outlaw engagiert sich weiterhin kommunal in der Interessengemeinschaft der freien Träger und auf Landesebene im Graswurzelbündnis für die Verbesserung der Rahmenbedingungen frühkindlicher Bildung in Sachsen. Dieser Aktionstag war ein deutliches Signal für das gemeinsame Engagement von Trägern, Mitarbeitenden und Familien.
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