2025: Rückblick der Familienanalogen Angebote Sachsen
Das zurückliegende Jahr war von vielfältigen Entwicklungen, engagierter Zusammenarbeit und wichtigen Übergängen in den Erziehungsstellen geprägt. Neben der Schaffung neuer Plätze standen Abschiede, Kontinuität und die Stärkung gemeinschaftlicher Angebote im Mittelpunkt der Arbeit der Familienanalogen Angebote/Erziehungsstellen in Sachsen.
Im Jahr 2025 konnten mehrere neue Plätze in Erziehungsstellen geschaffen werden. Gleichzeitig verabschieden wir mehrere junge Menschen, die in den Erziehungsstellen erwachsen geworden sind und nun neue Lebenswege und -orte für sich erschließen. "Wir danken den Erziehungsstellen herzlich für ihr langjähriges und verlässliches Engagement, das Kindern und Jugendlichen einen sicheren Lebensort sowie neue Perspektiven eröffnet hat", betont Sabine Pöppich, Fachberaterin der Familienanalogen Angebote Sachsen. Einige Erziehungsstellen gestalten im Rahmen der Eingliederungshilfe weiterhin das Zusammenleben mit ihren erwachsenen Pflegekindern bis zum Übergang in eine neue Wohnform.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die kontinuierliche Begleitung und Beratung der Erziehungsstellenfamilien durch die Fachberatung. Ergänzend dazu sollen Angebote des Austauschs, der Weiterbildung und Entlastung sowie gemeinsame Freizeitaktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen die Erziehungsstellenfamilien bereichern, miteinander verbinden und nachhaltig stärken.
Besonders gut besucht war in diesem Jahr das Seminar für Erziehungsstellen zu einem traumasensiblen Verstehen und Handeln bei Aggressionen im Kontext von Traumatisierungen. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Frau Dorothea Sonntag bot einen Raum zum Erfahrungsaustausch und gab Anregungen zur Selbstberuhigung und zum Eingehen auf die Bedürfnisse traumatisierter Kinder und Jugendlicher in stressbelasteten Situationen. Sie sensibilisierte gleichzeitig für die Prävention von Aggressionen in der Alltaggestaltung. Eine Fortsetzung des Seminars mit praktischen Übungen ist für 2026 geplant.
Auch der schon fast zu einer Tradition gewordene adventliche Nachmittag für Erziehungsstellenfamilien in der Forsthütte in der Dresdner Heide fand großen Anklang. Das gemütliche Beisammensein bei Lebkuchen und Stollen und das Singen von Weihnachtsliedern wurde durch Fachkraft Bettina Rohn auf dem Akkordeon stimmungsvoll begleitet. Als besonderen Höhepunkt konnten die Familien sich einen Weihnachtsbaum aussuchen und selbst sägen. Am Lagerfeuer mit Stockbrot und Gesang klang der Nachmittag aus, bevor sich die Familien bei Lichterbegleitung auf eine kurze Wanderung durch den winterlichen Wald begaben.
Ein weiteres Angebotssegment der FAA in Dresden ist die Fachberatung für Pflegefamilien und Verwandtschaftspflegefamilien. In den oftmals langjährigen Beratungsprozessen bis zur Verselbständigung wurden mehrere Pflegefamilien sowie erwachsene Pflegekinder verabschiedet und zugleich neue Fachberatungen aufgenommen. Insgesamt begleitete der Fachdienst der familienanalogen Angebote in Sachsen mit Büros in Dresden und Leipzig im vergangenen Jahr mehr als 70 Pflegefamilien und Erziehungsstellen.
Zurück